Lorenz Tierschule - 5. Klasse

2. Dezember 2008

Wer sucht, der findet!Wer sucht, der findet!

Im Rahmen des Jahresthemas „tierisch, tierisch“ machte die 5. Klasse bei einem Wettbewerb anlässlich des Welttiertages der Lorenz Tierschule mit.

Die Freude und Überraschung war gross, als eines Tages ein Brief mit folgendem Gewinn ins Schulhaus flatterte: Besuch von Frau Verena Grünig mit Honesty.

Am 2. Dezember war es soweit. Aus Schaffhausen reisten Herr und Frau Grünig ( er pensionierter Lehrer, sie Tierpsychologin) mit Honesty an. Honesty hat zwei „Jobs“: Sie besucht Schulklassen in der ganzen Schweiz und sucht vermisste Menschen oder Tiere. Auf eindrückliche Art und Weise zeigte uns Frau Grünig, wie sie mit Honesty arbeitet und spielt. Die „alte“ Hundedame, 9jährig, wollte zwar im Schulzimmer nicht mit den Wölfen (alle Anwesenden) heulen, zeigte aber voller Freude , wie sie versteckte Leckerbissen problemlos findet, wie sie mit der Nase kegeln oder aus der Luft Plüschtiere abfangen kann. Spiele sind für den Hund Beschäftigung.

Erfolgreiche SucheErfolgreiche Suche

Nach dem Spiel folgte die Spurensuche. Jeder Mensch hat einen eigenen Geruch. Frau Grünig zeigte uns auf, wie Honesty mit dem Geruch eines Menschen, der nie in Fiesch war, den ganzen Schulhausplatz sorgfältig absucht und ihr dann mitteilt, dass sich diese Person hier nicht aufgehalten hat. Spannend war dann, zu erleben, wie Honesty ein verstecktes Kind sucht.

Jedes Kleidungsstück, das Kopfkissen die Spuren auf einer Türklinke, übertragen auf eine Gaze, verpackt in einen Plastiksack, reichen aus, um die Spur überall, im Wald, im Gestrüpp, in der Stadt, im Bahnhof zu finden. Ein Schulkind atmete anschliessend in ein verschliessbares Säcklein und ging sich dann verstecken. Honesty steckte die Nase ins Säcklein, nahm den Geruch und die Spur sofort auf. Sie streckte die Nase in die Luft und zog aufgeregt an der Leine. Mit lautem Heulen( so tönt das also!) zeigte sie an, dass sie sich in der Nähe des Gesuchten befindet. Kurz darauf fand sie Frédéric in seinem Versteck.

Zurück im Schulzimmer erzählte Frau Grünig über ihre interessanten Einsätze. Oft wird das Hunde-Menschteam abends von der Polizei aufgeboten, um eine vermisste Person zu suchen; ein derartiger Einsatz kann Stunden dauern. Frau Grünig demonstrierte vor, was sich alles im Notfalleinsatzrucksack befindet: Neben allem Nötigen für die Suche auch Picknick für Tier und Mensch!

Zum Schluss durften die Kinder in einem kurzen Filmausschnitt verfolgen, wie die Arbeit von Bluthunden bei einer Personenverfolgung quer durch eine Stadt in der Realität vor sich geht.

Alle hatten Honesty in ihr Herz geschlossen Der Abschied fiel schwer. Honesty durfte das Schulzimmer als erste verlassen, damit sie nicht, diesmal aus Abschiedsschmerz laut geheult hätte.